Neues Comic: Chris – Thema drittes Geschlecht

Ein Beitrag am Nov 9, 2017

Kaum sitze ich mal an nem neuen Comic, macht schon das Bundesverfassungsgericht einen Gerichtsbeschluss draus 😉 

Es geht um das „dritte Geschlecht“ oder die „dritte Option“. Was in manchen Kulturen gang und gäbe ist, soll auch in Deutschland umgesetzt werden – dafür setzen sich einige Aktivist_innen ein und das hat das Bundesverfassungsgericht jetzt beschlossen. Nachzulesen z.B. in der taz. Eine 3. Option z.B. beim Personenstandseintrag, bei der Sprache oder im Alltag soll Menschen bezeichnen, die sich in das heteronormative Geschlechtssystem „Frau“ oder „Mann“ nicht einordnen lassen wollen/können. Wichtig ist den Aktivist_innen dabei, dass jede Person ihren Eintrag selbst wählen können soll.

Laut Gesetz müssen für alle Neugeborenen bestimmte Daten registriert werden, darunter auch ein eindeutiges Geschlecht. Ist dies nicht möglich, wird seit 2013 die Geburt ohne Angabe des Geschlechts registriert. Das Geschlecht kann später nachgetragen werden, muss es aber nicht, es bleibt dann unbestimmt. Wurde trotz Uneindeutigkeit ein Geschlecht eingetragen, so kann auch später der Geschlechtseintrag wieder gestrichen werden. Das dritte Geschlechtsmerkmal steht aber nicht für eine 3. Option, sondern vermerkt nur den Umstand, dass die Person nicht eindeutig eingeordnet ist und formaljuristisch kein Geschlecht hat. Damit hatten intergeschlechtliche Menschen die Möglichkeit, weder offiziell männlich noch weiblich zu sein – sondern eine Leerstelle. „Das Bundesverfassungsgericht (BverfG) hat dem Gesetzgeber am Mittwoch nun aufgetragen, diesen Missstand bis Ende 2018 zu beheben und eine Möglichkeit zu schaffen, ein drittes Geschlecht „positiv eintragen zu lassen“. Denkbare Varianten wären etwa „inter“ oder „divers“. Als weitere Möglichkeit könnte der Eintrag des Geschlechts auch ganz abgeschafft werden, schlägt das Gericht vor.“ (taz).

Ein Riesen Schritt Richtung Gleichberechtigung aller Geschlechter!!!

Und hier das ganze Comic

Chris

 

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