Die Comic-Release-Party

Ein Beitrag am Sep 22, 2013

Gestern war es so weit und wir haben die Comics ein erstes Mal vorgestellt: Das „Ach, so ist das?!“-Projekt hat sich fett in die DESI reingewanzt, weltbestes und gemütlichstes Stadtteilzentrum in Nürnberg, und dort einen überaus lustigen Abend gestaltet. Der Rummel um das Projekt wurde ja in den Tagen davor ganz schön groß, ausgelöst durch diverse Berichte in den Medien.

Bericht-NN-19-9-2913

So wussten wir halt überhaupt nicht, wie viele Gäst_innen zu erwarten waren und entsprechend schwoll die Nervosität regelrecht an, je näher es Richtung Abend ging…

Spannend wurde es aber schon am Nachmittag, wo wir zusammen mit dem Anne Will Tanzen-Team  (Thx !!!!) die Bühne aufbauten und die Poster aufhängten, aber dann noch fix eine Technik- und Generalprobe der Comiclesung durchziehen mussten. Das war ganz schön knapp zeitlich.

Aber letztendlich hatten wir es geschafft, und während wir noch an unserer Pizza knabberten, kamen schon die ersten Gäst_innen! Tja und in kürzester Zeit füllte sich der DESI-Saal – wir zählten 130 Leute! WOW!!!

Ups, uns dann gings schon los – mit dem Sofa-Talk „Schontalle fragt nach“. Leicht nervös, aber lustig stellten Schontalle und Schradi das Projekt im Plauderton vor – wie es überhaupt dazu kam, was wir damit beabsichtigen, wer das „Ach, so ist das?!“-Team ist und so weiter… Gerade als es so richtig gemütlich wurde auf dem Sofa, war der Talk auch schon zu Ende und weiter gings mit der multimedialen Comiclesung.

Mit verteilten Rollen lasen wir dann zu viert 16 kurze Comicgeschichten aus dem Projekt vor – rund um das Thema LGBTI*. Traurige und lustige, aber alle sind sie tatsächlich passiert. Hinter jeder Geschichte steckt ja eine reale Person, die sie so erlebt hat!

Themen waren unter anderem die folgenden:

  • Tina, 22: “Als Homo in der Schule? Echt keine leichte Sache!” Tina musste bei ihrem Coming-out in der Schule eine traurige Erfahrung machen.
  • Paul, 38: “Das ich schwul bin, ist keine Sünde!” Paul ist in einer Freikirche aufgewachsen und schildert den langen und mühevollen Weg seines Coming Out als schwuler Mann.
  • Toby, 26: “Schwul und taub – ich lebe in einer zweigeteilten Welt!” Tobys Geschichte ist ein wunderbares Beispiel, wie Liebe und Freundschaft das Leben in seiner zweigeteilten Welt lebbar machen.
  • Britta, 34: “Outing am Arbeitsplatz? Ich arbeite für die katholische Kirche – die schmeißen mich hochkant raus!” Der katholischen Kirche ist es in Deutschland immer noch gesetzlich erlaubt, Homosexuelle zu diskriminieren.

Und es lief wirklich gut. Unterstützt von drei Sound Machines und drei Mini-Spielorgeln legten wir eine echt lustige Comic-Performance hin – die Lacher und der Applaus aus dem Publikum bestätigten uns, dass die Messages ankamen! Und wir selbst hatten halt total viel Freude dran.

Begleitet von großem Applaus hüpften wir von der Bühne und freuten uns auf die Beats vom Anne Will Tanzen Team und eve massacre – und wer nicht bei den ausgestellten Postern stand und diskutierte oder sich ein Bierchen oder einen Apfelsaft an der Bar gönnte, schwang dann noch ausgelassen das Tanzbein …

Ach ja, mit dem Programm könnten wir durch ganz Deutschland touren – das wäre schön…

 

Weitere wunderschöne Fotos gibt es auf gaycon.de

 

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